Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge – Ruth Hogan

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen DingeMr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge by Ruth Hogan
My rating: 3 of 5 stars

Klappentext:
Wir warten alle darauf, gefunden zu werden …

Auch Anthony Peardew, der auf seinen Streifzügen durch die Stadt Verlorenes aufsammelt. Jeden Gegenstand bewahrt er sorgfältig zu Hause auf. Er hofft, so ein vor langer Zeit gegebenes Versprechen einlösen zu können. Doch ihm läuft die Zeit davon. Laura übernimmt sein Erbe, ohne zu ahnen, auf welch große Aufgabe sie sich einlässt. Überrascht erkennt sie, welche Welt sich ihr in Anthonys Haus eröffnet.

Ein Roman über verlorene Dinge und zweite Chancen. Über einzelne Handschuhe, schönes Teegeschirr, begabte Nachbarinnen, unerwartete Freundschaften und zeitlose Liebe.

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Die Autorin spielt mit zwei verschiedenen Handlungssträngen. Im „Hier und Jetzt“ lernt man Laura kennen. Sie nimmt eine Stelle bei Anthony Peardews an, der schließlich stirbt und ihr in einem Abschiedsbrief seine Lebensaufgabe übergibt. Bei der Erfüllung derer ist sie zum Glück nicht alleine auf sich gestellt. Sie bekommt Hilfe durch ihre neue Freundin Sunshine, die in der Nachbarschaft wohnt und auch durch Freddy, den Gärtner.

Die verlorenen Gegenstände selbst werden auch in kleine Geschichten beschrieben und wie es zu ihrem Verlust kam.

Der zweite Erzähkstrang handelt von Eunice und beginnt 40 Jahre früher im Jahr 1974. Dies war das Jahr in dem sie ihre Stelle bei Verleger Bomber angenommen hat. Aber auch das Jahr in dem Anthony Peardew seine große Liebe Henriette und somit auch seinen Lebensmittelpunkt verloren hat. Man lernt Eunice, Bomber, seinen Hund und auch seine Familie kennen. Man kann sich über die schriftstellerischen Versuche seiner furchtbaren, arroganten und vom Leben verwöhnten Schwester amüsieren und muss aber auch miterleben, wie brutal Demenz sein kann.

Ansich ist der Gedanke hinter dieser Geschichte wunderbar. Verlorene Dinge, die irgendwann zu ihrem Besitzer zurückkehren sollen, die Menschen dahinter. Laura, die einen neuen Lebensweg und somit auch evtl. eine neue Liebe findet. Die nette, behinderte Sunshine, die einfach sagt, was sie denkt.
Bombers Schwester hätte man sich schenken können. Sie war einfach nur nervig.

Fazit: Meine Erwartung war eine andere, aber das macht normalerweise nichts, denn ich lasse mich gerne von einem Buch überraschen. Ruth Hogan hat in ihren Erstling einfach zu viel reingepackt. Aber die Umsetzung ist in meinen Augen nicht ganz gelungen. Manchmal ist weniger, aber dafür intensiver, einfach mehr.

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