Perlentaucher am Freitag: Desiree – Annemarie Selinko

Zu meinem 12ten Geburtstag bekam ich „Desiree“ von Annemarie Selinko als Geschenk.
Ich war enttäuscht. Ein altes, abgegriffenes Buch. Was sollte ich damit?
Dann begann ich zu lesen….

»Ich glaube, eine Frau kann viel leichter bei einem Mann etwas erreichen, wenn sie einen runden Busen hat. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mir morgen vier Taschentücher in den Ausschnitt zu stopfen…«
So beginnt Annemarie Selinkos großer historischer Roman, das fiktive Tagebuch der Désirée Clary, Seidenhändler-Tochter aus Marseille, die es tatsächlich zu etwas bringen und in die Weltgeschichte eingehen sollte. Sie war die erste Verlobte Napoleons, heiratete später den französischen Marschall Bernadotte, lebte in der Gunst des Kaisers in Paris und verließ Frankreich schließlich mit ihrem Mann, als der den schwedischen Thron bestieg.

Es ist ein besonderer Roman. Ein trotziges Mädchen, dass sich der Gefahren ihrer Zeit absolut nicht bewusst ist. Das den Zorn des Kaisers aufzieht, als sie sich für Marschall Bernadotte, den späteren König von Schweden entscheidet, ist ihr nicht bewusst. Sie überlebt Intrigen und Bälle, ist hin und her gerissen zwischen dem Kaiser der Franzosen und dem prachtvollen Marschall.

Sehr genau werden auch die geschichtlichen Hintergründe der napoleonischen Zeit erzählt. Wie raffiniert Napoleon seine ganze Verwandtschaft quer über ganz Europa als Regenten verteilte, um so mehr Einfluss zu gewinnen.

Alles in allem ein wunderbarer Roman für Mädchen und Frauen jeden Alters, weil es absolut zeitlos ist.

Das Buch erreichte in kurzer Zeit Millionenauflagen und wurde in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Der Hollywood-Film mit Jean Simmons als Désirée und und Marlon Brando als Napoleon wurde ebenfalls ein Welterfolg, und auch heute noch hat dieser historische Liebesroman nichts von seinem Zauber verloren.

Gabriela vom Buchperlenblog hat die wunderbare Aktion PERLENTAUCHER ins Leben gerufen.
Hier werden Bücher vorgestellt, die sich nachhaltig im Gedächtnis geprägt haben.

Der November im Buchregal….

 

 

…geht zu Ende.

Ich habe einiges gelesen und gehört und natürlich auch den SUB aufgefüllt – was sonst.
Es waren tolle Bücher dabei, aber auch enttäuschendes. Es kann einem aber auch nicht jedes Buch gefallen. Das ist ganz normal.

Ich habe Bücher aus meiner Jugend wiedergelesen, aber auch Neuerscheinungen. Alles in allem war der Monat mit 7 Büchern und 2 Hörbüchern ganz ordentlich.

Die Verlagsvorschauen trudeln auch schon ein und ich denke, ich lasse mir noch etwas Zeit mit dem ordern von Rezensionsexemplaren.
Der Dezember soll mit Büchern gefüllt werden, die ich mag und jetzt gerne lesen möchte.

 

Literaturland Saar

Literaturland Saar“ ist eine Privatinitiative, die u.a. vom Saarländischen Rundfunk und dem Ministerium für Bildung und Kultur unterstützt wird.

Vielfältige Informationen rund um literarisch bedeutsame Orte, Autorinnen und Autoren direkt aus dem Saarland oder mit Saarlandbezug und Themen wie „Saarländische Mundart“ oder „Saarländische Krimis“ sind hier zu finden. Das Saarland ist ein bibliophiles Land. Der bekannteste Autor momentan dürfte Markus Heitz sein, der mit seinen Fantasystories Preise ohne Ende einheimst.
Aber auch Lokalkolorit ist in diversen Krimis und Stories verschiedener Autoren vertreten.

16 Verlage sind im Saarland beheimatet – klein und fein muss ich dazu sagen.

Im Servicebereich findet man Hinweise auf Museen, Wanderwege, Preise, Vereinigungen und Verlage etc.

Ich finde es wunderbar, was unser kleines Land so hervorbringt. Ein Grund mehr stolz auf „mein Saarland“ zu sein.

SUB am Sonntag – Sonntags vom SUB

Diese nette Aktion habe ich bei Sonja vom Buchweiser  gefunden und fand sie genial.

Mein SUB hat 3 neue Bücher aufzuweisen. Alle vom dtv-Verlag. Alle so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann.

 

Mein SUB beträgt mit diesen Büchern momentan 44 Bücher. Ich habe geräumt, verschenkt, weggeworfen und nur das behalten, was ich auch später gerne lesen will.

Mein SUB auf dem eBookreader….um die 60 Bücher. Ja…ich bin ein Jäger und Sammler. Ob ich das alles jemals lesen werde… wer weiß.

Gemieden habe ich aber den neuesten King „Gwendys Wunschkasten“. Irgendwie standen Preis und Inhalt nicht ganz in Relation.
Dafür interessiert mich sein neuester Roman „Sleeping Beauties“ doch sehr.

Wie sieht es auf Deinem SUB heute aus?

Neue Montagsfrage vom Buchfresserchen

Die heutige Frage vom Buchfresserchen dreht sich um Technik.

Welches technische Gerät verwendest du zum Bloggen? Bloggst du auf dem Handy, Tablet, Notebook, PC oder auf etwas ganz anderem?

Ich blogge sowohl vom Handy aus, wenn es kleine Beiträge sind.
Das Tablett ist bei mir eher eBookersatz. Ich nutze es seltener.
Das wichtigste Utensil ist und bleibt der Laptop zum bloggen. Er ist am einfachsten zu nutzen. Alle Tools, die ich brauche, befinden sich drauf. Die meist abgespeckten Apps haben oft ihre Tücken und stellen mich nicht so zufrieden. Gerade bei längeren Blogbeiträgen bevorzuge ich definitiv den Laptop.

 

Perlentaucher am Freitag: Alles, was wir geben mussten – Kazuro Ishiguro

Gabriela vom Buchperlenblog hat die wunderbare Aktion PERLENTAUCHER ins Leben gerufen.
Hier werden besondere Bücher vorgestellt. Bücher, die sich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Alles, was wir geben musstenAlles, was wir geben mussten by Kazuo Ishiguro
My rating: 5 of 5 stars

KLAPPENTEXT

Ein großer Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafsäle für Jungen und Mädchen – auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gewöhnliches englisches Internat zu sein. Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, heißen hier Aufseher, und sie lassen die Kinder früh spüren, dass sie für eine besondere Zukunft ausersehen sind. Dieses Gefühl hält Kathy, Ruth und Tommy durch alle Stürme der Pubertät und Verwirrungen der Liebe zusammen – bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen…


Ishiguro hat nicht umsonst dieses Jahr den Nobelpreis für Literatur erhalten. Seine Protagonisten sind meist Menschen, die ein besonderes Schicksal tragen.

Das ist es auch, was dieses dystophische Buch (und den daraus entstandenen Film – hier der Link zum Trailer) ausmacht. Eine heile Welt mit Kinder, die im Grünen aufwachsen, die in einem Internat leben. Die Lehrer, hier Aufseher genannt, bringen ihnen alles für das Leben da draussen bei.

Nur, was ist das Leben da draussen? Keiner kennt es. Und keiner kam je zurück, um davon zu erzählen.

Die Kinder sind Organspender. Das Internat ist eine Farce und irgendwann wissen alle, welches Schicksal sie erwartet. Es entstehen wundervolle Freundschaften und sogar die Verliebtheit kommt nicht zu kurz. Nur hat diese aufgrund des geplanten Lebensweg keine Aussicht auf ein glückliches Ende.

Schon nach wenigen Seiten wird einem klar: Es geht hier nicht mit rechten Dingen zu.
Obwohl man die Einzelheiten, der Umgang miteinander, die Andeutungen Kathys und die Unterhaltungen zwischen den Kollegiaten, ohne den Blick über das große Ganze nicht versteht, spürt man deutlich, dass hier mehr dahinter steckt.
Jeder weiss, was passiert und jeder arrangiert sich damit – irgendwann.

Und das ist es, was ich an diesem Buch so erschreckend finde. Die Protagonisten kapitulieren irgendwann, geben sich dem Schicksal hin. Sollten wir wirklich irgendwann soweit kommen, und uns solcher „Dinge“ bedienen müssen? Ich hoffe wirklich nicht. Dennoch ist Ishiguros Roman sehr zeitgemäß, denn er legt die Handlung in den 70er Jahren an und wer diese Zeit erlebt hat, kann sich sehr gut gedanklich in das Buch hineinversetzen.

Dieses Buch ist für mich eine absolute Perle und eine Leseempfehlung, die ich so gerne weiter geben, auch wenn es für viele vielleicht „schwere“ Literatur aufgrund des Themas ist.

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Montagsfrage vom Buchfresserchen

Die heuteige Montagsfrage vom Buchfresserchen, dreht sich um Fanfiction.

Hast du schon einmal eine Fanfiktion zu einem Buch geschrieben?

Ich muss zugeben, dass ich als Kind hie und da mal selber Geschichten erfunden habe und sie mit mir bekannten Figuren „gefüllt“ habe.

Als Kind hat man da auch noch eine Menge Phantasie und erfindet Dinge und Orte einfach mal so aus dem Stehgreif. Das fällt mir als Erwachsener wirklich schwer.
Wohl auch ein Grund, warum ich letzten November bei NaNoWriMo gescheitert bin 😀
Vielleicht versuche ich es dieses Jahr noch einmal.

Perlentaucher am Freitag – Der Report der Magd von Margaret Atwood

Gabriela vom Buchperlenblog hat die wunderbare Aktion PERLENTAUCHER ins Leben gerufen.
Hier werden besondere Bücher vorgestellt. Bücher, die sich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Ich starte heute mit einem Klassiker aus den 80ern.

 

Der Report der Magd

Der Report der Magd by Margaret Atwood
My rating: 5 of 5 stars

417 Seiten
Link zum Verlag: Piper Taschenbuch

 

Der Report der Magd wurde 1985 von der Autorin Margaret Atwood veröffentlicht.
Schon damals war ich versessen danach, das Buch zu lesen und musste mir wirklich die englische Originalversion bestellen. Eine deutsche Übersetzung kam nämlich erst später heraus.

Atwood zählt zu den besten Scifi Autoren des 20ten Jahrhunderts. Ihre dystopischen Welten sind unbeschreiblich düster und lassen doch Platz für ihre Protagonisten.

Im Jahr 1989 hat Volker von Schlöndorff das Buch unter dem Titel: „Die Geschichte einer Dienerin“
mit Natascha Richardson, Faye Dunaway und Robert Duvall verfilmt. Ein düsteres Szenario, welches für einigen Gesprächsstoff sorgte.

Ist eine Welt wie Gilead überhaupt vorstellbar?
Dazu muss man wissen, dass sich hinter Gilead die ehemaligen USA verbergen. Nukleare Katastrophen haben bei vielen Menschen zu einer Sterilität geführt. Bei einem Staatsstreich durch die Söhne Jakobs, eine christlich-fundamentalistische Gruppierung, werden der Präsident und alle Mitglieder des Kongresses ermordet und die Verfassung außer Kraft gesetzt. Die Armee erklärt den Notstand, Zeitungen werden zensiert und Straßensperren eingerichtet. Die Republik Gilead wird gegründet. Dabei wird insbesondere die Stellung der Frau neu definiert: Frauen dürfen kein Eigentum besitzen und haben sich dem Mann vollständig unterzuordnen. Ihr Eigentum fällt an den nächsten männlichen Verwandten. Die einzige Aufgabe und Pflicht der Frau ist das Gebären von Kindern.

Viele Frauen können aber keine Kinder gebären. So kommen die Mägde ins Spiel. Fruchbare Junge Frauen, deren eigenes Leben nicht mehr existiert. Deren einzige Aufgabe ist, den hohen Offizieren und deren Frauen ein Kind zu gebären. Der Zeugungsakt ist religiös angehaucht, wie alles in dieser Zeit.

Es gibt Mägde, die einen Ausbruch wagen – ob vor der Geburt des Kindes oder danach. Sie werden erhängt – vor den Augen der anderen. Das soll als abschreckendes Beispiel dienen.

Ich höre nun auf zu spoilern, denn – lest das Buch. Wenn ihr das nicht tun wollt, schaut den Film.
Oder seht die neu produzierte Serie, die gerade auf diversen Portalen läuft.

Margaret Atwood ist und bleibt für mich eine der besten Schriftstellerinnen des 20 Jahrhunderts. Ihre Romanvisionen setze ich mit denen von Jules Verne gleich, wenn sie auch nur düstere Dystophien verfasste. Aber es lohnt sich wirklich, diese Bücher zu lesen und zu verinnerlichen.

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Montagsfrage vom 9.10.2017

Die Montagsfrage beim Buchfresserchen lautet heute: Wie viel bedeuten euch beim Bloggen über Bücher die Zahlen? Follower, Likes, Shares…macht ihr euch etwas daraus?

Ganz ehrlich – diesen Statistikkram mochte ich noch nie. Ich bin kein Zahlenmensch. Von daher haben diese Dinge nicht wirklich Priorität für mich.

Follower: Follower sind nett, klar. Aber ich lese via RSS  oder Newsletter viele Blogs ohne ein Follower zu sein. Es mag vielleicht für Influencerblogs interessant sein. Nischenblogs wie meine beiden Blogs dümpeln da eher ein wenig hin.

Likes: Natürlich freut man sich über Likes. Aber einen ehrlichen Kommentar unter meinen Beiträgen habe ich noch nie verachtet. Zumal ich so auch genauer sehen kann, was meine Leserschaft denkt.

Shares: „Wer shared, macht seinen eigenen Blog bekannter, tritt so tiefer in die Blogosphäre ein, schafft Verbindungen….“
So oder so ähnlich lauten die Shareaktionen auf fb.

Ganz ehrlich – ich teile ein wenig auf fb. Aber Seiten untereinander teilen, um sich im Großen zu verbinden und zur Community zu gehören, um Zugang zu fb Gruppen und geheimen Foren zu haben… Äh, nein!

Mein Problem ist hat, dass ich eher Nischenblogs betreibe,
Ich habe keine Intension durch Werbung in unglaublichem Reichtum zu schwimmen. Und ich freue mich einfach, wenn meine Leser und ich Bücher gleich toll oder mies finde und ich mich mit ihnen darüber austauschen kann.

Es gibt diverser Analysetools und ein bisserl SEO läuft im Hintergrund von WP Blogs immer mit. Aber ansonsten – nein, es hat für mich nicht wirklich Bedeutung.

Montagsfrage

Ab sofort gibt es hier die  Montagsfrage zu lesen.

Die heutige Montagsfrage vom Buchfresserchen lautet: Hast du bestimmte Rituale, z.B. ein bestimmtes Buch jedes Jahr zu lesen oder ein Genre zu testen, das dich eigentlich wenig anspricht etc.?

Ja, habe ich wirklich.

  • Um Weihnachten herum wird es wohl ein Buch mit kuscheligem Inhalt werden. Etwas, was das Herz berührt. Ich denke, ich werde mich von den Neuerscheinungen leiten lassen oder mal wieder zu Charles Dickens und seinen Geschichten greifen. Dabei stehen natürlich „Die Weihnachtsgeschichte“ und „Grosse Erwartungen – Great Expectations“ ganz vorne.

Lest Ihr auch nach den Jahreszeiten oder lasst Ihr Euch mehr vom Bauchgefühl leiten?