Als ich unsichtbar war – Martin Pistorius

Als ich unsichtbar warAls ich unsichtbar war by Martin Pistorius
My rating: 5 of 5 stars

 

 

Absolute 5 Sterne für dieses Buch!

Es ist sehr schwer sich vorstellen zu können, was in einem Wachkomapatienten vorgeht.
Martin Pistorius war gerade zwölf geworden, als eine rätselhafte Erkrankung ihn seines bisherigen Lebens beraubte. Er blieb 11 Jahre vollständig gelähmt, und seine Umwelt ging davon aus, dass er praktisch hirntot war. Er konnte sich in keiner Weise verständlich machen – und war doch innerlich hellwach.

Niemand merkte, dass sein Gehirn sich nach einigen Monaten wieder vollständig erholt hatte.

Was Martin in dieser Zeit in Heimen erlebte, welche grausamen Erfahrungen er machen musste und welch Glück ihm widerfahren ist, als man sich endlich klar wurde, dass in diesem leblosen Körper ein Mensch drinsteckt, der leben will – all das ist so wunderbar beschrieben ohne in Kitsch abzurutschen. Ein Mensch kehrt mit seinen Möglichkeiten in ein lebenswertes Leben zurück.

Eine unglaubliche Geschichte, berührend, bewegend und manchmal an der Grenze der Vorstellungskraft was ein Mensch alles erleiden muss und kann.

Ein ergreifendes Buch welches uns klar machen sollte, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie scheinen.

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„Ein Mensch brennt“ – Nicol Ljubic

Ein Mensch brennt: RomanEin Mensch brennt: Roman by Nicol Ljubic
My rating: 2 of 5 stars

KLAPPENTEXT:

Aufrüttelnd und provokant, zugleich warmherzig und witzig

Wenn es um Fußball geht, kann man dem zehnjährigen Hanno Kelsterberg nichts vormachen. In Sachen Protest allerdings auch nicht. Seit zwei Jahre zuvor der asketische Hartmut Gründler ins Souterrain der Familie zog und sich als unbeugsamer Politkämpfer entpuppte, steht Hannos einst heile Welt auf dem Kopf. Statt Fußball zu spielen, muss er nun mit zu Demos und verteilt Handzettel. Während der Vater den Mann im Keller zunächst belächelt, gerät die Mutter in den Bann des kompromisslosen Idealisten, die Ehe zerbricht. Ein provokanter und berührender Roman über eine Familie, die unversehens von der Zeitgeschichte gestreift wird.
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Als Kind der 70er wird man immer wieder mit Atomgegner, RAF (Hast Du das auch erlebt?) konfrontiert.
Ich bin ehrlich – mit hat als Kind weder die RAF noch die Atomgegner interessiert. Also dachte ich, ich lese einen Buch über Hartmut Gründler, den Atomgegner, der sich verbrannt hat und baue eine Verbindung zu meiner Vergangenheit auf. Auf politische Widerstände, auf Gewalttaten auf… tja…

Nur irgendwie habe ich bis jetzt immer noch keine Verbindung gefunden. Geschweige denn, fand ich den Roman interessant oder mich zu ihm geschichtlich hingezogen.

Von daher bitte ich die geneigte Leserschaft sich selbst ein Urteil zu bilden, im Netz nach Rezensionen zu suchen, die mehr den Sinn beschreiben. Das Buch war definitiv nichts für mich.

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„Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich“ – William Saroyan

Wo ich herkomme, sind die Leute freundlich: StorysWo ich herkomme, sind die Leute freundlich: Storys by William Saroyan
My rating: 3 of 5 stars

William Saroyan wurde als Aram Saroyan als Kind armenischer Einwander in New York geboren. Seine Liebe galt von Kind an der Schreiberei. Er sammelte Geschichten, wie andere Edelsteine und schrieb sie nieder….
So weit, so gut. Die Wiederentdeckung dieser Geschichten ist mit Sicherheit für viele hochinteressant. Nicht vergessen darf man dabei, dass die Geschichten im Stil der 30er Jahre geschrieben sind, den Lebensstil beschreiben, die Armut, die Wetterei, die Möglichkeiten Geld zu machen.

Damit können wir uns heute überhaupt nicht mehr identifizieren. Wer sich für die Geschichte der 30er in den Zeiten der Massenarbeitslosigkeit und der Prohibition interessiert ist hier gut aufgehoben. Saroyan gibt Einblicke in das Leben der Einwanderer und armen Menschen, über Eigenheiten und Möglichkeiten.

Das Buch war ein netter Zeitvertreib, mehr aber auch nicht.

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Sungs Laden von Karin Kalisa

Sungs LadenSungs Laden by Karin Kalisa
My rating: 5 of 5 stars
256 Seiten
Link zum Verlag: Droemer Knaur

 

Klappentext:

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.


WAS EIN TOLLES BUCH!

Ich hatte das Hörbuch via audible und kann nur sagen: GENIAL.
Ein absolutes Kleinod unter den Büchern. Liebevoll erzählt, kurzweilig. Mit viel Herz und Liebe.

Ach, was soll ich noch mehr schreiben.
Lest oder hört es und macht Euch selbst ein Bild.

Und denkt dran: Gute Dinge können auch aus kleinen Dingen entstehen!

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