VOX von Christina Dalcher

Die Sommerpause ist vorbei. Ich hab einiges gelesen und mich erholt. Und ich starte frisch in den September mit VOX.

VoxVox by Christina Dalcher
My rating: 4 of 5 stars

Zitat Klappentext:
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!

Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben.


Harter Tobak!

Im 21ten Jahrhundert werden Frauen per Regierung gezwungen ein Armband zu tragen, das ihren Wortschaftz auf 100 Wörte/Tag einschränkt. Sind es mehr, erfolgt ein Stromschlag, der immer strärker wird und zum Tode führt.
Sie sind Heimchen am Herd, dürfen keine Berufe ausführen. Ihre Männer regeln die Post, das Haushaltsgeld, den Kauf von Kleidung und persönlichen Dingen. Die Gesellschaft in Amerika wird von einem bigotten Präsidenten und dessen Handlanger, einem Prediger, zurück in die Steinzeit geschickt, während in Europa alles wie immer läuft.
Selbst den weiblichen Säuglingen legt man Armbänder an. Man erzieht die Kinder zu „Gutmenschen“, zur bedingungslosen Akzeptanz dessen, was von „Oben“ geregelt wird.

Ich musste teilweise oft schlucken, da ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin und mich ungern einschränken lasse. Gerade was Kommunikation – egal ob verbal oder schriftlich betrifft – bin ich fast emanzenhaft und lasse mir ungern „den Mund“ und damit meine eigene Meinung verbieten.

Vielleicht hätte die Protagonisten irgendwann kapituliert – wenn da nicht die vier Kinder wären, die Regierung, die sie plötzlich für ein riskantes Vorhaben haben möchte. Und der verschollene Geliebte, der plötzlich auftaucht. Denn irgendwo ist immer Hoffnung.

Eine Fiktion der anderen Art. Teilweise erschreckend und mahnend.
Kurzweilige Unterhaltung für ein oder zwei Couchnachmittage und durchaus empfehlenswert.

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Jack Deveraux Dämonenjäger Serie

Ich liebe meine eBook Apps. Sie zeigen mir oft Kleinigkeiten, die ich sonst übersehen hätte. So ging es mir mit der Serie „Jack Deveraux – Dämonenjäger“, über die ich bei THALIA gestolpert bin.

Im Stile von John Sinclair, dem grossen Dämonenjäger der 80er und 90er, tritt Jack Deveraux, Lebemann und Langschläfer vor dem Herrn nach dem Tod seines Vaters plötzlich in die Runde. Er muss den Buchladen seines alten Herren  weiter führen, was ihn am Anfang überhaupt nicht begeistert.

Mit an der Seite von Jack ist Emma – seine Bibliothekarin und Helferin. Auch sie hat kleine Geheimnisse, die nach und nach ans Licht treten. Jacks Vater hat ihm ein grosses Erbe hinterlassen, das schwer zu tragen ist. Nichts desto trotz stellt sich der Protagonist der Aufgabe – mehr oder minder schlecht am Anfang. Denn Jack hatte keine Ahnung, dass der Buchladen eigentlich nur als Tarnung seines Vaters gedient hatte.

Die Serie ist chronologisch aufgebaut und beinhaltet auch bei einer relativ kleinen Seitenzahl eine komplette und abgeschlossene Kurzgeschichte. Genau richtig, um kurz vorm schlafen gehen noch einmal in die Fantasywelten abzutauchen. Jack wächst mit jeder Aufgabe mehr und mehr und Emma steht ihm dabei helfend zur Seite.

Ich will jetzt gar nicht gross spoilern. Die eBooks kosten 1.99€ und sind als leichte Unterhaltung durchaus ihren Preis wert. Es sind keine „Groschenromane“, wie man sie von früher kennt. Hier wird Stück für Stück mit jeder Geschichte auch das Leben und der Charakter der Mitspieler weiter beleuchtet und ausgebaut.

Mit hat das Leben sehr viel Spass gemacht und als Abendlektüre vor dem schlafen gehen fand ich es von der Länge her durchaus angemessen.

The New Dark – Dunkle Welt – Lorraine Thomson

The New Dark - Dunkle WeltThe New Dark – Dunkle Welt by Lorraine Thomson
My rating: 4 of 5 stars

Das Buch ist keine bahnbrechende Dystopie.
Aber eine nette Unterhaltung für kleines Geld (4,99€ als eBook).

 

**In einer dunklen Welt ist Liebe die einzige Rettung.**

Keine Schulen, keine Supermärkte, kein Internet – eine globale Katastrophe hat die Zivilisation vernichtet.

Klappentext:

Für die 16-jährige Sorrel gibt es nur ihre Familie, ihr Dorf und einige unglaubliche Geschichten aus der ‚Zeit Davor‘. Eines Tages greifen Mutanten das Dorf an und metzeln fast alle Bewohner nieder. Sorrels kleiner Bruder Eli und ihre große Liebe David werden verschleppt. Wild entschlossen, die beiden zu retten, macht Sorrel sich auf die Suche. Doch die einzige Möglichkeit, ihre Lieben zu retten, führt sie direkt in die Arme eines skrupellosen Rebellenanführers, der Sorrel für seine Zwecke instrumentalisieren will. Aber welcher Weg ist schon zu weit für die wahre Liebe?

(Quelle: Verlag)

Die Story ist sehr temporeich angelegt.
Kampf folgt auf Kampf, Überfall auf Überfall. Leider erfährt man wenig, über die Zeit davor. Es gibt immer wieder nur kleine Andeutungen, gerade was Gegenstände von damals betrifft. So ist z.B. ein Bügeleisen ein fremdes Haushaltsgerät für die Menschen. In dieser heutigen Welt leben die Leute wesentlich abgeschiedener und einfacher.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Sorrel und David erzählt.
Zwei junge Menschen, die auf dem Weg sind sich gerade zu finden – als ein Überfall von Mutanten passiert.
Die Protagonisten werden getrennt, gehen jeder durch ihre persönliche Hölle. Eigentlich würden junge Menschen daran zerbrechen. Hier scheint es zum Alltag zu gehören.

Es gibt auch nervige Nebenspieler, wie Mara, die unbedingt mit David eine Beziehung eingehen will. Dessen Herz gehört aber per se Sorrel.

Man wird auch nie ganz klar, wie die Mutanten eigentlich aussehen. Dass es intelligente Wesen sind, wird nach und nach klar. Aber wer oder was sie zu diesem Leben verbannt hat, konnte nicht wirklich vermittelt werden.

Der zweite Teil erscheint im nächsten Jahr. Vielleicht bin ich dann ja schlauer.

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