DER TOD IN MIR – Paul Cleve

Der Tod in mir

Der Tod in mir by Paul Cleave

My rating: 4 of 5 stars


„Der Tod in Mir“ erzählt die Geschichte des Steuerberater Edward. Er lebt ein beschauliches Leben mit Frau und Tochter in der neuseeländischen Stadt Christchurch.

Sein Leben verläuft ganz normal, bis zu dem Zeitpunkt, als bei einem Bankbüberfall seine Frau Jodie mit einer Schrotflinte erschossen wird. Ab da ändert sich sein Leben Er hört er die Stimme in sich. „Das Monster“ – so hat es sein Vater genannt. Seines Zeichens als „Jack – the Hunter“ bekannt. Dieser hat vor 20 Jahren mehrere Prostituierte gnadenlos ermordet. Seine Frau und die Kinder waren ahnungslos, aber das hat ihnen keiner geglaubt. Jeder dachte sie seien Mitwisser der Morde.

Edwards einzige Verbindung zu dem Mord-Gen seines Vaters sind die 2 Hunde des Nachbarn, die in Jacks Jugend plötzlich und hintereinander verstarben. Denn Edward hatte die Hunde mit Steaks gefüttert, welche mit einer Nagel- und Splitterfüllung versehen waren. Das dauernde Hundgebell ging ihm auf den Geist. Hat er hier schon das Massenmördergen in sich oder ist es einfach nur die Tat eines verstörten Jungen?

Edward ist von Selbstzweifeln geplagt, versucht sich zusammenzureissen und trifft sich sogar mit seinem so verhassten Vater, der eine lebenslange Haftstrafe im Gefängnis absitzt. Als dieser ihn auf die Stimme in seinem Kopf anspricht verneint Edward das zuerst vehement. Dann gibt er zu, dass er „Das Monster“ in sich hört!
Aber muss er auch tun, was dieses Monster ihm sagt?

Edward stellt fest, dass der Wachmann, der in der Bank gearbeitet hat, wohl mit den Bankräubern unter einer Decke steckt. Nun hat er Blut geleckt, zumal ihn die Stimme leitet. Aber wird er auch tun, was sie sagt? Als Edwards Tochter noch entführt wird und sein Vater sich erneut aus dem Gefängnis meldet nimmt das Unheil seinen Lauf.

Wird er in die Fußstapfen seines Vaters treten und mit den Mördern seiner Frau abrechnen?

Paul Cleave hat hier einen Thriller geschrieben, der seinesgleichen sucht. Die Bilder sind angsteinflössend, traurig, voller Emotionen und hie und da kommt auch der meist etwas seltsame Humor von Paul Cleave hervor.



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Beuterausch – Jack Ketchum -reread

Beuterausch

Beuterausch by Jack Ketchum

My rating: 5 of 5 stars

Als Kindleversion habe ich das Buch vor 5 Jahren gelesen und fand es die Tage als Paperback auf einem Flohmarkt. Ich finde es bis heute spannend. Es ist halt ein „Jack Ketchum“.

Die Amazonbeschreibung sagt folgendes:

Sie ist die letzte Überlebende eines Kannibalenstamms, der jahrzehntelang die Ostküste der USA in Angst und Schrecken versetzte. Geschwächt und verwundet gerät sie in die Gewalt des tyrannischen Familienvaters Cleek. Der Sadist Cleek versucht, die wilde Frau zu »zähmen«, wobei er seine Familie als Komplizen missbraucht. Doch er hat den Überlebenswillen seiner Gefangenen unterschätzt. Bevor sein Experiment zu Ende ist, werden alle Unaussprechliches durchleiden müssen

Meine Meinung:

Ketchum ist der Thrillerautor in Amerika, der sich auf Wege begibt, die sonst kein Autor zu beschreiben mag. Über Inzest und Kanibalismus schreibt er, als wäre es da natürlichste der Welt.

Und das macht diesen unnatürlichen Schrecken aus.

Hier sieht man einen Familienvater mit Frau, Sohn und 2 Töchtern. Wohnhaft im Reihenhaus mit Garten. Friedvolle Familienidylle – wie es scheint.

In Wirklichkeit ist Chris Cleeke ein Despot, ein Tyrann, der seine Lieben ganz genau unter Kontrolle hat. Ihnen Dinge vorgibt,

Bei einem Jagdausflug beobachtet Cleeke die Kannibalin, ist fasziniert von ihrer Erscheinung, während er sie beim Baden betrachtet. Enttschlossen sie zu zähmen, plant er ihre Gefangennahme und als es ihm gelingt, sperrt er sie in den Keller und zwingt seine Familie erbarmungslos ihm zu helfen.

Und hier tun sich dann Abgründe auf:

Am Ende des Buches findet sich die Kurzgeschichte DAS VIEH, in Tagebuchform geschrieben. Es erzählt die Leiden eines Gefangenen…

 Seine Frau Bell hat sich schon lange in Ihr Schicksal ergeben. Sein Sohn Brian hat den Vater auf ein Podest gehoben und eifert ihm blindlings nach.
Peggy ist schwanger von ihrem Vater und Darleen, die jüngste Tochter, wird wohl bald in die Fußstapfen ihrer Schwester treten.

Mehr möchte ich nun nicht verraten, denn ich habe das Buch verschlungen. Nein, ich war angewidert, fühlte Unwohlsein und Antipathie und war doch fasziniert.

Das Buch ist übrigens von Ketchums Coautor, der auch für das Drehbuch verantwortlich war, verfilmt worden.

The Woman heisst der Film und ist sehr detailverliebt.

Buch und Film sind für Personen unter 18 NICHT GEEIGNET!

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I remember you – Geisterfjord – Yrsa Sigurðardóttir

GeisterfjordGeisterfjord by Yrsa Sigurðardóttir
My rating: 4 of 5 stars

Beim ansehen des Filmes „I remember you“ bei ama*zon sagte ich so zu mir: „Die Story kennst Du! Mit Sicherheit!“
Ich ging dann meinen Notizen über gelesene Bücher durch und kam auf das Buch „Geisterfjord“ von Yrsa Sigurðardóttir . Die Isländerin ist wohl die bekannteste Krimiautorin der nordischen Insel. Ihre Helden sind so kalt wie die Nächte in Reykjavik und so emotionslos wie die Steine am Eyjafjallajökull.

Island Krimis und Thriller unterscheiden sich durch eine beinahe fast emotionslose Art des Schreibens, die sich oft nur am Wesentlichen orientiert. Man muss den Schreibstil mögen. Allerdings habe ich neben Jack Ketchum wenige Autoren getroffen, die so detailverliebt schreiben wie die Isländer. Da wird sogar die Form des letzten Bluttropfens bis ins Detail erörtert.

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Mit „Geisterfjord“ hat sich die Autorin in die Thrillerregion begeben. Nicht weniger spannend, wenn doch auch verstörend.
Geisterfjord ist ein packender Thriller, in dem die Autorin mit etlichen glänzenden Cliffhangern zum Lesen animiert.

Katrin und Gardar sind hoch verschuldet und versuchen durch die Renovierung eines alten Hauses in Hesteyri einen Neuanfang. Die Freundin Lif unterstützt sie bei diesem Vorhaben.
Hesteyri ist eine kleine Ansiedlung in einem sehr abgelegenen Fjord, dessen letzte Einwohner bereits 1952 den einsamen Ort verließen.
Katrin findet in einer Senkgrube auf dem Grundstück zwei Friedhofskreuze, unter der morschen Terrasse finden sich überraschend Tierknochen und in der Wohnung entdecken sie plötzlich Muscheln, die zu dem Wort“Tschüss“ zusammengelegt wurden.

Doch auch auf dem Festland geht es alles andere als beschaulich zu, denn nach und nach findet Freyr heraus, was es mit den Geschehnissen Anfang der 1950er Jahre und dem Verschwinden seines Sohnes auf sich hat. Natürlich ist dies alles von vorne bis hinten konstruiert und am Ende wird auch nicht jede Spur sauber aufgelöst, dennoch ist »Geisterfjord« ein empfehlenswerter Roman.

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Den Trailer zum Film gib’s übrigens hier:

https://www.youtube.com/watch?v=ZtGLp…

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